7 Statistik-Werkzeuge für Webseiten und ihre DSGVO-Kompatibilität

Die Analyse von Website-Daten ist ein entscheidendes Mittel, um den Erfolg einer Website zu messen und Optimierungspotential zu identifizieren. Dank einer Vielzahl von Statistik-Werkzeugen kann man tiefgreifende Einblicke in das Verhalten der Besucher erhalten. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf sieben solcher Tools und betrachten auch, wie sie sich in Bezug auf die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verhalten.

1. Google Analytics

Google Analytics

Google Analytics ist eines der bekanntesten Werkzeuge zur Analyse von Website-Daten. Es bietet detaillierte Berichte über Besucher, Akquisition, Verhalten und Konversionen.

DSGVO: Um DSGVO-konform zu sein, müssen Website-Betreiber die IP-Anonymisierung aktivieren, einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google abschließen und die Nutzer transparent informieren.

Google Analytics: Vor- und Nachteile

Google Analytics ist ein kostenfreies Webanalyse-Tool von Google, das Website-Betreibern detaillierte Einblicke in das Verhalten ihrer Besucher gibt. Es ist eines der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Tools seiner Art. Aber wie funktioniert es genau und was sind seine Vor- und Nachteile?

Wie es funktioniert: Nach der Anmeldung bei Google Analytics erhält der Nutzer einen speziellen Tracking-Code, den er in seine Website einfügt. Sobald der Code integriert ist, beginnt Google Analytics damit, Daten zu sammeln. Jedes Mal, wenn ein Besucher auf die Website kommt, registriert der Code diese Interaktion und sendet die Informationen an die Google Analytics Server. Über das Dashboard von Google Analytics können die gesammelten Daten dann in verschiedenen Berichten angezeigt und analysiert werden.

Was man damit machen kann: Mit Google Analytics kann man eine Vielzahl von Daten über die Website-Nutzer und deren Verhalten sammeln, darunter:

  • Wie viele Personen die Website besucht haben.
  • Woher die Besucher kommen (z.B. über Suchmaschinen, soziale Medien oder Direktaufrufe).
  • Welche Seiten am häufigsten besucht werden.
  • Wie lange die Besucher auf der Website verweilen.
  • Über welche Geräte und Browser die Website aufgerufen wird.
  • Konversionsraten für definierte Ziele (z.B. Verkauf, Anmeldung).

Vorteile von Google Analytics:

  1. Kostenlos: Für die meisten Nutzer ist die Standardversion von Google Analytics kostenlos.
  2. Umfassende Berichte: Die Plattform bietet tiefe Einblicke in Website-Daten und Nutzerverhalten.
  3. Benutzerfreundlich: Trotz der Vielzahl von Funktionen und Daten ist das Dashboard intuitiv und auch für Einsteiger leicht verständlich.
  4. Integration: Google Analytics lässt sich leicht mit anderen Google-Produkten (z.B. Google Ads) und vielen Drittanbieter-Tools integrieren.
  5. Anpassbar: Man kann benutzerdefinierte Berichte, Dashboards und Ziele erstellen, um spezifische Geschäftsanforderungen zu erfüllen.

Nachteile von Google Analytics:

  1. Datenschutzbedenken: Aufgrund der umfassenden Datenerfassung gibt es Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Die DSGVO in Europa erfordert beispielsweise klare Zustimmungen und Transparenz für die Nutzer.
  2. Komplexität: Obwohl es benutzerfreundlich ist, kann die schiere Menge an Daten und Berichtsoptionen für Einsteiger überwältigend sein.
  3. Datenlimits: In der kostenlosen Version von Google Analytics gibt es ein tägliches Datenlimit von 10 Millionen Hits pro Konto. Bei Überschreitung können Daten verloren gehen.
  4. Verzögerung: Es kann eine kleine Verzögerung zwischen dem Besuch eines Nutzers und dem Erscheinen der Daten im Bericht geben.

Fazit: Google Analytics ist ein mächtiges Tool, das Website-Betreibern umfassende Einblicke in das Verhalten ihrer Besucher bietet. Während es viele Vorteile hat, insbesondere in Bezug auf die Tiefe der Analyse und die Benutzerfreundlichkeit, sollten Nutzer auch die Nachteile und Datenschutzbedenken berücksichtigen. Es ist wichtig, sich umfassend zu informieren und bei Bedarf Expertenrat einzuholen, insbesondere in Bezug auf rechtliche Aspekte.

2. Matomo (ehemals Piwik)

Matomo

Matomo ist eine beliebte Open-Source-Alternative zu Google Analytics. Es bietet viele der gleichen Funktionen und hat den Vorteil, dass Daten auf dem eigenen Server gespeichert werden können.

DSGVO: Matomo kann so eingestellt werden, dass es DSGVO-konform ist, insbesondere wenn es auf dem eigenen Server betrieben wird. Das Tool bietet auch Funktionen wie die IP-Anonymisierung.

Matomo (ehemals Piwik): Vor- und Nachteile

Matomo, zuvor bekannt als Piwik, ist ein Open-Source-Webanalyse-Tool, das Website-Betreibern dabei hilft, detaillierte Statistiken über ihre Besucher zu sammeln. Im Gegensatz zu Google Analytics, bei dem die Daten auf externen Servern gespeichert werden, gibt Matomo den Nutzern die Möglichkeit, Daten auf ihrem eigenen Server zu speichern.

Wie es funktioniert: Nach der Installation von Matomo auf dem eigenen Server (oder durch Nutzung des Cloud-Service von Matomo) erhält der Nutzer einen Tracking-Code, den er in seine Website integriert. Sobald dieser Code auf der Website aktiv ist, beginnt Matomo, Besucherdaten in Echtzeit zu sammeln. Diese Daten werden dann in einer übersichtlichen Benutzeroberfläche präsentiert, auf die der Nutzer zugreifen kann, um verschiedene Berichte und Analysen zu sehen.

Was man damit machen kann: Matomo bietet eine Vielzahl von Funktionen und Berichten, darunter:

  • Anzahl der Website-Besuche, einschließlich der Anzahl der eindeutigen Besucher.
  • Herkunft der Besucher (z.B. Suchmaschinen, direkte Links, Referral-Links).
  • Auf welchen Seiten die meiste Zeit verbracht wurde.
  • Verweildauer auf der Website und Absprungraten.
  • Technische Daten über Besucher (z.B. verwendetes Betriebssystem, Bildschirmauflösung).
  • Konversionsanalyse für festgelegte Ziele und E-Commerce-Transaktionen.

Vorteile von Matomo:

  1. Datenschutz: Da die Daten lokal gespeichert werden können, haben Nutzer volle Kontrolle über ihre Daten, was besonders unter Datenschutzgesichtspunkten vorteilhaft ist.
  2. Keine Datenlimits: Im Gegensatz zu vielen anderen Tools gibt es keine Beschränkung in Bezug auf die Anzahl der gesammelten Daten.
  3. Anpassbar: Als Open-Source-Tool kann Matomo individuell angepasst und erweitert werden.
  4. Intuitive Benutzeroberfläche: Das Dashboard ist benutzerfreundlich und leicht verständlich.
  5. DSGVO-konform: Matomo legt großen Wert darauf, DSGVO-konform zu sein, und bietet Funktionen wie die IP-Anonymisierung.

Nachteile von Matomo:

  1. Selbstverwaltung: Wenn man Matomo auf dem eigenen Server hostet, ist man für Installation, Wartung und Updates verantwortlich.
  2. Ressourcenverbrauch: Das Hosten auf dem eigenen Server kann je nach Website-Traffic zu hohen Ressourcenanforderungen führen.
  3. Weniger Integrationen: Im Vergleich zu Google Analytics gibt es weniger Integrationen mit Drittanbieter-Tools.
  4. Lernkurve: Einige Funktionen und Erweiterungen können eine Einarbeitungszeit erfordern, insbesondere wenn individuelle Anpassungen vorgenommen werden.

Fazit: Matomo ist eine hervorragende Option für alle, die großen Wert auf Datenschutz legen und die Kontrolle über ihre Daten behalten möchten. Es bietet viele der gleichen Funktionen wie Google Analytics, hat aber den Vorteil der Datenspeicherung im eigenen Haus. Bei der Entscheidung für Matomo sollte man jedoch auch den zusätzlichen Aufwand für die Selbstverwaltung und potenzielle Ressourcenanforderungen berücksichtigen.

3. AWStats

AWStats

AWStats ist ein freies Tool zur Generierung von Web-, Streaming-, FTP- oder Mailserver-Statistiken. Es analysiert Logdateien des Servers und zeigt Berichte in einem Web-Interface an.

DSGVO: Da AWStats direkt Server-Logdateien analysiert, können personenbezogene Daten involviert sein. Es liegt in der Verantwortung des Betreibers, diese Daten entsprechend zu anonymisieren und die Nutzer zu informieren.

AWStats: Vor- und Nachteile

AWStats ist ein freies und Open-Source-Webanalyse-Tool, das in erster Linie zur Analyse von Server-Logdateien verwendet wird. Es unterscheidet sich von vielen anderen Analysetools darin, dass es nicht auf einem Tracking-Code basiert, der in Websites eingebettet ist. Stattdessen wertet es die Protokolle aus, die von Webservern erstellt werden.

Wie es funktioniert: Nach der Installation von AWStats auf dem Server wird es so konfiguriert, dass es auf die Logdateien des Servers zugreift. Diese Logdateien enthalten Informationen über alle Anfragen, die an den Server gesendet werden. AWStats analysiert diese Logdateien in regelmäßigen Abständen und erstellt daraus detaillierte statistische Berichte, die über eine Web-Oberfläche zugänglich sind.

Was man damit machen kann: Mit AWStats können Website-Betreiber verschiedene Daten und Statistiken über ihre Website und deren Besucher abrufen, darunter:

  • Gesamtzahl der Besuche und eindeutige Besucher.
  • Verkehr nach Ländern und Domänen.
  • Betriebssysteme und Browsertypen der Besucher.
  • Referrer-Websites und Suchmaschinen-Traffic.
  • Statistiken zu Bandbreite und Server-Antwortcodes (z.B. 404-Fehler).

Vorteile von AWStats:

  1. Datenschutz: Da AWStats direkt Server-Logdateien analysiert und keine Cookies verwendet, sind Datenschutzbedenken oft geringer.
  2. Keine Abhängigkeit von JavaScript: Da kein Tracking-Code verwendet wird, werden auch Besuche von Nutzern erfasst, die JavaScript deaktiviert haben.
  3. Kostenlos und Open-Source: AWStats kann ohne Kosten heruntergeladen und verwendet werden, und die Open-Source-Natur ermöglicht Anpassungen.
  4. Umfassende Server-Statistiken: Zusätzlich zu Website-Besuchen kann AWStats auch FTP-, Mail- und Streaming-Server-Logs analysieren.

Nachteile von AWStats:

  1. Weniger detaillierte Benutzeranalysen: Im Vergleich zu Tools wie Google Analytics oder Matomo bietet AWStats weniger detaillierte Einblicke in das Verhalten einzelner Benutzer.
  2. Manuelle Konfiguration: Die Einrichtung und Konfiguration von AWStats kann für Einsteiger kompliziert sein und erfordert Kenntnisse über Server-Verwaltung.
  3. Design und UX: Die Benutzeroberfläche von AWStats kann als veraltet und weniger intuitiv empfunden werden.
  4. Reaktionsfähigkeit: AWStats ist nicht so schnell und reaktionsschnell wie einige modernere Analysetools.

Fazit: AWStats ist ein solides und zuverlässiges Werkzeug für Website-Betreiber, die grundlegende Webstatistiken ohne den Einsatz von Tracking-Codes oder Cookies wünschen. Es eignet sich besonders für Nutzer, die Datenschutz priorisieren oder einfach Server-Logdateien analysieren möchten. Allerdings bietet es möglicherweise nicht die Tiefe der Analyse oder Benutzerfreundlichkeit einiger seiner Konkurrenten.

4. Hotjar

Hotjar

Hotjar ist nicht nur ein Analyse-Tool, sondern bietet auch Heatmaps, Session-Aufnahmen und Umfrage-Funktionen.

DSGVO: Hotjar hat Schritte unternommen, um sicherzustellen, dass es DSGVO-konform ist, einschließlich Anonymisierung von personenbezogenen Daten und Bereitstellung von Opt-out-Optionen für Nutzer.

Hotjar: Vor- und Nachteile

Hotjar ist ein Analyse- und Feedback-Tool, das Webseitenbetreibern hilft, das Verhalten ihrer Nutzer besser zu verstehen. Es unterscheidet sich von traditionellen Webanalyse-Tools, da es nicht nur Daten liefert, sondern auch visuelle Einblicke in das Nutzerverhalten bietet.

Wie es funktioniert: Nach der Registrierung bei Hotjar erhalten Nutzer einen Tracking-Code, den sie auf ihrer Website einfügen. Dieser Code erfasst Daten über das Verhalten und die Interaktionen der Besucher. Diese Daten werden dann in das Hotjar-Dashboard übertragen, wo sie in verschiedenen visuellen Formaten dargestellt werden.

Was man damit machen kann: Mit Hotjar können Website-Betreiber eine Vielzahl von Aktivitäten und Interaktionen analysieren, darunter:

  • Heatmaps: Zeigen, wo Nutzer klicken, bewegen und scrollen.
  • Besucheraufzeichnungen: Erlauben es, echte Sitzungen von Nutzern wiederzugeben, um zu sehen, wie sie durch die Seite navigieren.
  • Umfragen: Sammeln Sie direktes Feedback von den Besuchern der Website.
  • Conversion-Trichter: Analysieren, an welchen Punkten Nutzer den Prozess verlassen (z.B. beim Checkout).

Vorteile von Hotjar:

  1. Visuelle Einblicke: Hotjar bietet eine intuitive, visuelle Darstellung des Nutzerverhaltens, die oft leichter zu interpretieren ist als traditionelle Daten.
  2. Umfassendes Tool: Es kombiniert sowohl qualitative (z.B. Umfragen) als auch quantitative (z.B. Heatmaps) Datenquellen.
  3. Benutzerfreundlich: Das Dashboard und die Tools sind auch für Nicht-Techniker leicht zu verstehen und zu nutzen.
  4. Anpassbare Feedback-Tools: Umfragen und Feedback-Widgets können leicht an die Marke und die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden.
  5. DSGVO-konform: Hotjar legt Wert auf Datenschutz und bietet Funktionen zur Anonymisierung von Daten.

Nachteile von Hotjar:

  1. Datenlimitierungen: Abhängig vom gewählten Tarif gibt es Begrenzungen für die Anzahl der Seitenaufrufe und die Datenaufbewahrung.
  2. Nicht so tiefgreifend: Für tiefergehende analytische Daten könnten zusätzliche Tools erforderlich sein.
  3. Kosten: Obwohl es eine kostenlose Version gibt, müssen für erweiterte Funktionen und größere Websites kostenpflichtige Pläne gewählt werden.
  4. Performance-Einfluss: Das Hinzufügen von zusätzlichen Tracking-Codes kann, je nach Website, zu leichten Verzögerungen bei der Ladezeit führen.

Fazit: Hotjar ist ein vielseitiges und benutzerfreundliches Tool, das Website-Betreibern wertvolle Einblicke in das Verhalten ihrer Besucher bietet. Es eignet sich besonders für diejenigen, die visuelle Darstellungen und direktes Benutzerfeedback schätzen. Wie bei allen Tools sollte man jedoch seine spezifischen Anforderungen berücksichtigen und möglicherweise Hotjar in Kombination mit anderen Analysetools verwenden, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

5. Statcounter

Statcounter

Statcounter bietet einfache, klare Webstatistiken ohne die Komplexität von umfassenderen Systemen.

DSGVO: Statcounter hat Änderungen vorgenommen, um DSGVO-konform zu sein, einschließlich IP-Anonymisierung und klarer Information der Website-Besucher.

Statcounter: Vor- und Nachteile

Statcounter ist ein Webanalyse-Tool, das Website-Betreibern hilft, das Verhalten und die Aktivitäten ihrer Besucher zu verfolgen. Es ist seit den frühen 2000er Jahren in Betrieb und hat sich als zuverlässiges Werkzeug für viele Webmaster und Blogger etabliert.

Wie es funktioniert: Nachdem man sich bei Statcounter angemeldet hat, erhält man einen Tracking-Code, der in die Website eingefügt wird. Dieser Code sammelt Daten über die Besucher und ihre Interaktionen mit der Website. Die gesammelten Daten werden dann im Statcounter-Dashboard dargestellt, auf das man sich über ein Webinterface zugreifen kann.

Was man damit machen kann: Mit Statcounter können Nutzer diverse Datenpunkte und Analysen zu ihrer Website abrufen:

  • Gesamtzahl der Besuche und eindeutige Besucher.
  • Besucherpfade und die Zeit, die sie auf verschiedenen Seiten verbringen.
  • Eingangs- und Ausgangsseiten.
  • Informationen über das Betriebssystem, den Browser und den Bildschirm des Besuchers.
  • Geografische Standorte der Besucher.
  • Referrer-Informationen, um zu sehen, von welchen Seiten Besucher kommen.

Vorteile von Statcounter:

  1. Einfache Bedienung: Die Benutzeroberfläche ist intuitiv und auch für Anfänger leicht verständlich.
  2. Echtzeit-Daten: Statcounter bietet Echtzeit-Statistiken, sodass Nutzer sofortige Updates über ihre Besucheraktivitäten erhalten.
  3. Langlebigkeit: Als eines der älteren Webanalyse-Tools hat es sich über die Jahre als zuverlässig und stabil erwiesen.
  4. Kostenlose Option: Es gibt eine kostenlose Version, die für viele kleinere Websites ausreichend ist.
  5. Nützliche Features: Tools wie die Besucherpfad-Analyse geben tiefe Einblicke in die Benutzererfahrung.

Nachteile von Statcounter:

  1. Datenlimit in der Gratis-Version: Die kostenlose Version hat ein Limit für die Loggröße, was bedeutet, dass ältere Daten nach einer Weile überschrieben werden.
  2. Veraltetes Design: Einige Benutzer könnten die Benutzeroberfläche als etwas veraltet empfinden, insbesondere im Vergleich zu neueren Analysetools.
  3. Möglicherweise nicht so umfangreich: Im Vergleich zu einigen anderen Analysetools fehlen möglicherweise einige fortgeschrittene Funktionen oder tiefere Analysen.
  4. Werbung: In der kostenlosen Version sind Werbeanzeigen im Dashboard enthalten.

Fazit: Statcounter ist ein bewährtes und solides Webanalyse-Tool, das insbesondere für Blogger und kleinere Website-Betreiber geeignet ist, die einfache und leicht verständliche Statistiken wünschen. Es bietet viele grundlegende Funktionen, die für die allgemeine Webanalyse benötigt werden. Für fortgeschrittenere Anforderungen oder größere Websites könnte es jedoch sinnvoll sein, es in Kombination mit anderen Tools zu verwenden oder eine kostenpflichtige Version in Betracht zu ziehen.

6. Plausible Analytics

Plausible

Plausible legt Wert auf Datenschutz und eine einfache, übersichtliche Darstellung von Website-Statistiken.

DSGVO: Da Datenschutz im Mittelpunkt steht, ist Plausible DSGVO-konform und verzichtet auf Cookies und die Erfassung persönlicher Daten.

Plausible Analytics: Vor- und Nachteile

Plausible Analytics ist ein modernes, leichtgewichtiges Webanalyse-Tool, das in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat. Es legt einen besonderen Schwerpunkt auf Datenschutz und eine einfache, klare Darstellung von Website-Statistiken.

Wie es funktioniert: Nachdem man sich für Plausible entschieden hat, wird ein kurzer Tracking-Code bereitgestellt, den man auf seiner Website platziert. Dieser Code erfasst Besucherdaten und -verhalten ohne die Verwendung von Cookies. Alle erfassten Daten werden dann im Plausible-Dashboard dargestellt, das über das Web zugänglich ist.

Was man damit machen kann: Mit Plausible können Nutzer verschiedene Statistiken und Informationen über ihre Website und deren Besucher abrufen:

  • Anzahl der Seitenaufrufe und eindeutigen Besucher.
  • Durchschnittliche Besuchsdauer.
  • Absprungrate.
  • Geografische Herkunft der Besucher.
  • Verwendete Geräte, Betriebssysteme und Browser.
  • Referrer-Informationen, z.B. von welchen Websites oder sozialen Medien die Besucher kommen.

Vorteile von Plausible Analytics:

  1. Datenschutzfreundlich: Plausible wurde mit Datenschutz im Vordergrund entwickelt und benötigt keine Cookies, was die DSGVO-Konformität erleichtert.
  2. Einfach und klar: Das Dashboard ist minimalistisch und leicht verständlich, ohne überflüssige Daten.
  3. Leichtgewicht: Der Tracking-Code ist sehr schlank, was die Ladezeiten der Website kaum beeinflusst.
  4. Open Source: Für diejenigen, die es bevorzugen, gibt es eine Open-Source-Version von Plausible, die man selbst hosten kann.
  5. Transparente Preisgestaltung: Keine versteckten Gebühren oder überraschenden Kosten.

Nachteile von Plausible Analytics:

  1. Weniger detaillierte Analyse: Im Vergleich zu einigen anderen Tools kann Plausible weniger tiefe Analyseoptionen bieten.
  2. Kosten: Obwohl es eine Open-Source-Option gibt, können die monatlichen Kosten für die gehostete Version für einige kleinere Websites hoch erscheinen.
  3. Jüngerer Anbieter: Da es sich um ein relativ neues Tool handelt, fehlt möglicherweise die lange Erfolgsbilanz oder der Umfang der Funktionen, die bei etablierten Anbietern zu finden sind.
  4. Mögliche Lernkurve: Einige Nutzer könnten sich anfangs an das minimalistische Dashboard und den Mangel an bestimmten Datenpunkten anpassen müssen.

Fazit: Plausible Analytics ist eine erfrischende Alternative in der Welt der Webanalyse, insbesondere für diejenigen, die Wert auf Datenschutz und einfache, klare Daten legen. Es ist ideal für Website-Betreiber, die einen unkomplizierten Überblick über ihre Website-Leistung ohne den Ballast unnötiger Daten möchten. Während es einige Funktionen fehlen könnten, die in umfassenderen Tools zu finden sind, ist es für viele Nutzer ein attraktiver Mittelweg zwischen Datenschutz und nützlichen Einblicken.

7. Open Web Analytics (OWA)

Open Web Analytics

OWA ist ein weiteres Open-Source-Tool ähnlich Matomo, welches detaillierte Webanalysen bietet.

DSGVO: Bei korrekter Konfiguration, z. B. IP-Anonymisierung, kann OWA DSGVO-konform betrieben werden.

Open Web Analytics (OWA): Vor- und Nachteile

Open Web Analytics (OWA) ist ein Open-Source-Webanalyse-Tool, das es Benutzern ermöglicht, das Besucherverhalten auf ihren Websites zu verfolgen und zu analysieren. Es stellt eine selbst gehostete Alternative zu kommerziellen Lösungen dar und ermöglicht Webmastern, die Kontrolle über ihre Daten zu behalten.

Wie es funktioniert: Da OWA selbst gehostet wird, muss man zuerst die Software auf seinem eigenen Server oder Webhosting installieren. Nach erfolgreicher Installation erhält man einen Tracking-Code, den man in seine Website einfügt. Dieser Code sammelt Daten über die Aktivitäten der Website-Besucher, die man dann über das OWA-Dashboard einsehen kann.

Was man damit machen kann: Mit OWA kann man eine Vielzahl von Daten und Analysen über seine Website abrufen:

  • Seitenaufrufe, eindeutige Besucher und Sitzungen.
  • Besucherdauer und Absprungrate.
  • Verweisquellen, um zu sehen, von welchen anderen Websites oder Suchmaschinen Besucher kommen.
  • Suchbegriffe, die auf Ihrer Website eingegeben wurden.
  • Standort, Browser und Betriebssystem der Besucher.
  • Klick-Tracking und Heatmaps zur Analyse der Interaktionen auf der Seite.

Vorteile von Open Web Analytics:

  1. Datenschutz: Da OWA selbst gehostet wird, haben Benutzer die volle Kontrolle über ihre Daten und müssen sie nicht mit Dritten teilen.
  2. Kostenlos: Als Open-Source-Software ist OWA kostenlos zu verwenden.
  3. Anpassbar: Fortgeschrittene Benutzer können OWA an ihre speziellen Bedürfnisse anpassen.
  4. Keine Beschränkungen: Im Gegensatz zu einigen gehosteten Lösungen gibt es keine Daten- oder Traffic-Beschränkungen.

Nachteile von Open Web Analytics:

  1. Einrichtungsaufwand: Die Notwendigkeit, die Software selbst zu hosten und zu warten, kann für einige Benutzer abschreckend sein.
  2. Aktualisierungen erforderlich: Benutzer müssen selbst für Updates sorgen, was manchmal zu Sicherheitsbedenken führen kann.
  3. Mögliche Performance-Herausforderungen: Bei großen Websites kann es zu Leistungsproblemen kommen, wenn der eigene Server nicht entsprechend konfiguriert ist.
  4. Lernkurve: Während das Dashboard intuitiv ist, kann die Einrichtung und Anpassung für weniger technisch versierte Benutzer eine Herausforderung darstellen.

Fazit: Open Web Analytics ist eine starke Option für diejenigen, die eine selbst gehostete, anpassbare und datenschutzfreundliche Webanalyse-Lösung suchen. Es bietet viele der Funktionen, die auch kommerzielle Produkte bieten, ohne die monatlichen Kosten. Allerdings gibt es einen zusätzlichen Einrichtungs- und Wartungsaufwand, und nicht jeder ist bereit oder in der Lage, diesen Weg zu gehen. Für technisch versierte Benutzer oder solche, die bereit sind, in die Einrichtung zu investieren, ist es jedoch eine überlegenswerte Option.

Zusammenfassung der Webanalyse-Tools

  1. Google Analytics

    • Vorteile: Hochentwickeltes Reporting, Integration mit anderen Google-Diensten, große Benutzercommunity und viele Lernressourcen.
    • Nachteile: Datenschutzbedenken, Komplexität kann überwältigend sein, möglicherweise nicht DSGVO-konform ohne spezielle Anpassungen.
  2. Matomo (ehemals Piwik)

    • Vorteile: Open-Source, vollständige Datenkontrolle, DSGVO-konform, erweiterte Analysen und Segmentierung.
    • Nachteile: Einrichtungsaufwand für selbst gehostete Version, weniger Integrationen als bei Google Analytics.
  3. AWStats

    • Vorteile: Schnelle Server-Log-Analyse, keine externe Abhängigkeit, Datenschutzfreundlich.
    • Nachteile: Fehlende Echtzeitdaten, weniger Benutzerinteraktionsdetails, veraltetes Design.
  4. Hotjar

    • Vorteile: Tiefe Verständnis von Benutzerinteraktion durch Heatmaps und Aufnahmen, Feedback-Tools, einfache Einrichtung.
    • Nachteile: Datenschutzbedenken, keine tiefgehende Traffic-Analyse, Preis für Hochverkehr-Websites.
  5. Statcounter

    • Vorteile: Einfache Bedienung, Echtzeit-Daten, lange Track-Record, nützliche Features.
    • Nachteile: Datenlimit in der Gratis-Version, veraltetes Design, möglicherweise nicht so umfangreich.
  6. Plausible Analytics

    • Vorteile: Datenschutzfreundlich, einfach und klar, leichtgewichtig, Open-Source, transparente Preisgestaltung.
    • Nachteile: Weniger detaillierte Analyse, Kosten der gehosteten Version, jüngerer Anbieter.
  7. Open Web Analytics (OWA)

    • Vorteile: Datenschutz durch Selbsthosting, kostenlos, anpassbar, keine Beschränkungen.
    • Nachteile: Einrichtungsaufwand, manuelle Aktualisierungen, mögliche Performance-Herausforderungen, Lernkurve.

Fazit:

Die Auswahl des richtigen Webanalyse-Tools hängt stark von den individuellen Anforderungen, dem technischen Know-how und den Datenschutzbedenken ab.

Für Unternehmen, die ein robustes und tiefgehendes Analysetool suchen und bereits in das Google-Ökosystem integriert sind, könnte Google Analytics die erste Wahl sein. Matomo und OWA bieten hervorragende selbst gehostete Alternativen mit vollständiger Datenkontrolle. AWStats ist ideal für diejenigen, die eine schnelle und einfache Server-Log-Analyse wünschen. Hotjar ist perfekt für diejenigen, die ein tieferes Verständnis für das Benutzerverhalten auf ihrer Website suchen, während Statcounter und Plausible leichtgewichtige, benutzerfreundliche Optionen für einfache Webanalysen sind.

Es ist wichtig zu bedenken, dass in der heutigen digitalen Welt Datenschutz und DSGVO-Konformität entscheidend sind. Einige der genannten Tools erfordern zusätzliche Anpassungen oder Überlegungen, um datenschutzkonform zu sein. Daher ist es wichtig, eine gut informierte Wahl zu treffen und bei Bedarf rechtlichen Rat einzuholen.

Die Top 10 Datenschutz- und DSGVO-Ressourcen für Österreich und Deutschland

In der digitalen Welt von heute ist Datenschutz ein Schlüsselthema, und sowohl Österreich als auch Deutschland sind führend in der Umsetzung strenger Datenschutzstandards. Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) ist ein bedeutendes Gesetz, das den Umgang mit personenbezogenen Daten innerhalb der EU regelt. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Ressourcen, getrennt nach Österreich und Deutschland, um Sie auf dem Laufenden zu halten und Sie über die besten Praktiken im Bereich Datenschutz und DSGVO zu informieren.

Österreich:

  1. Österreichische DatenschutzbehördeLink
  2. WKO – Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)Link
  3. RTR – Datenschutz für TelekommunikationLink
  4. datenschutz.gv.atLink
  5. Arbeiterkammer – DatenschutzLink
  6. FORUM DatenschutzLink
  7. DSGVO-PortalLink
  8. DSGVO-Infoportal der APA-ITLink
  9. DatenschutzrechtBlogLink
  10. Futurezone – Datenschutz RubrikLink

Deutschland:

  1. Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI)Link
  2. Datenschutzkonferenz – DSKLink
  3. Datenschutz.orgLink
  4. DSGVO GesetzestextLink
  5. DatenschutzzentrumLink
  6. eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. – DSGVOLink
  7. Deutsche Gesellschaft für DatenschutzLink
  8. Bitkom – DatenschutzLink
  9. DATEV – DSGVO InfoportalLink
  10. Datenschutz-NotizenLink

Die obigen Listen bieten eine Vielzahl von Ressourcen, um Ihnen dabei zu helfen, den Datenschutz und die DSGVO in Österreich und Deutschland zu verstehen und umzusetzen. Sie decken verschiedene Aspekte ab, von offiziellen Behörden bis hin zu Branchenverbänden und Expertenblogs. Es lohnt sich, regelmäßig auf diesen Seiten vorbeizuschauen, um aktuelle Informationen und Updates zu erhalten.

Warum man für Webseiten, die auf einem CMS basieren, Wartungsverträge abschließen sollte

Kaum ein Unternehmen kommt heute ohne vernünftige Webseiten aus. Diese dienen dazu, neue Kunden zu finden und bestehende Kunden an sich zu binden und ggf. zu Mehrumsätzen zu motivieren.

Viele Webseiten basieren heute auf sogenannten Content-Management-Systemen (CMS). Eine Seite mit einem solchen CMS aufzubauen, geht deutlich schneller, als wenn man jede Webseite neu programmieren müsste und solche Webseiten werden meist gut und schnell von Google indexiert.

Doch eine Webseite muss nicht nur einmalig erstellt, sondern dauerhaft unterhalten und gepflegt werden. Webseiten müssen regelmäßig aktualisiert werden und die Content-Management-Systeme erfordern regelmäßig Updates.

Wer nicht das eigene IT-Knowhow dafür in der Firma hat, schließt am besten einen Wartungsvertrag dafür ab. Solche Wartungsverträge bietet z.B. die Agentur an, die die Webseite erstellt hat.

Welche Content-Management-Systeme (CMS) sind heute üblich?

Das mit Abstand meistgenutzte CMS für Webseiten ist WordPress, welches bei ca. 64% aller Webseiten verwendet wird. Weit verbreitet ist auch das CMS Joomla.

Andere CMS-Systeme mit deutlich weniger Verbreitung sind z.B.:

  • Shopify
  • Joomla
  • Wix
  • Drupal
  • Magento
  • Typo3
  • Weebly
  • Plone
  • Squaredance
  • Bitrix
  • Blogger
  • OpenCart
  • Presta Shop
  • CMS Hub

Jedes Content Management System hat seine Vor- und seine Nachteile und ist für bestimmte Bereiche besonders geeignet oder weniger geeignet. Hier sollte man sich von der Agentur, die einem eine Webseite erstellt, beraten lassen.

Sind es nur Updates für das CMS, die einen Wartungsvertrag nützlich erscheinen lassen?

Es sind jedoch nicht nur die regelmäßigen Updates für das CMS, welche einen Wartungsvertrag nützlich erscheinen lassen, sondern man sollte auch bedenken, dass für die meisten Webseiten, die auf einem CMS basieren, eine ganze Reihe von sogenannten „Plugins“ (Erweiterungen / Module) nötig werden, kleine Zusatzprogramme, die das eigentliche CMS sinnvoll erweitern. Auch diese Plugins erfordern im Regelfall mehrmals jährlich ein Update.

Überdies ergibt sich im Laufe der Lebenszeit einer Webseite immer mal wieder die Notwendigkeit, ein neues Plugin zu installieren, weil sich z.B. rechtliche Gegebenheiten geändert haben und nun z.B. ein Cookie-Banner implementiert werden muss.

Kann ich das nicht alles selbst machen – brauche ich einen Wartungsvertrag für das CMS?

Im Prinzip kann man immer alles selbst machen, wenn man die entsprechenden Fachkenntnisse hat. Aber nicht jeder Anwender hat umfangreiches Informatik-Knowhow und vor allem die notwendige Zeit sich am Laufenden zu halten und sich in die Materie einzulesen (Technisches, Sicherheit und Gesetzliches). Spezial die DSGVO Vorgaben werden oft unterschätzt und ändern sich wirklich oft.

Was macht man z.B., wenn nach der Installation eines Updates für ein Plugin die ganze Webseite nicht mehr läuft und man sich dort noch nicht einmal einloggen kann, weil das Update für das Plugin irgendeinen Programmcode „zerschossen“ hat.

Das ist gar nicht so ungewöhnlich und kommt immer wieder einmal vor. Oft ist es auch einfach so das der Webhoster an Servereinstellungen dreht. Die PHP Version kann angepasst werden, die Datenbank Version ebenso. SSL Zertifikate müssen angepasst werden. usw.. Ein CMS, auf nicht aktuellem Stand produziert dann sofort Fehler und im schlimmsten Fall ist die Homepage nicht mehr aufrufbar. Abgehen davon sind veraltete Einstellungen und Konfigurationen bzw. nicht aktuell gehaltene CMS begehrte Ziele für automatisiert laufende Skripte die nach Schwachstellen im System suchen um dann entweder Malware zu installieren oder unbemerkt Spam Massenmails über die Webseite zu versenden.

Eine mit Malware infizierte Website wird von Google erkannt und man hat dann bei seinem Eintrag im Google Index einen Hinweis das eben die Homepage unsicher ist. Abgesehen davon verbreitet man unabsichtlich die Malware weiter an jeden Seitenbesucher ….. Infizierte Rechner stehen oft dann unter Fremdkontrolle und werden für kriminelle Zwecke wie etwa das Ausspionieren von geheimen Informationen oder für DDsO Angriffe verwendet (Distributed Denial-of-Service).

Eine ganz einfache WordPress Installation im Internet, ohne nennenswerte Platzierungen im Google Index steht eigentlich unter Dauerangriffen. Hier ein Screenshot ….

Die Anzahl der Angriffe ist also nicht zu unterschätzen!

Ein Informatiker und eine Agentur, die sich auf dieses CMS spezialisiert hat, wissen dann genau, was zu tun ist und machen ohnehin vor jedem Update ein Backup, damit keine Daten verloren gehen, aber für den Laien kann so ein Update und Seitenzusammenbruch schnell zum Supergau werden. Wenn auf einmal dann Kunden die Webseite nicht mehr aufrufen können oder aber die Webseite veraltete Informationen (z.B. alte Preise) aufweist und nicht mehr geändert werden kann, weil ein Einloggen nicht mehr möglich ist, dann ist guter Rat teuer.

Die meisten Unternehmen schließen daher einen Wartungsvertrag für die Webseiten ab, der u.a. auch alle Updates erfasst. Damit ist dann weder ein Webseitenzusammenbruch noch ein nicht mehr mögliches Einloggen zu befürchten.

Wartung und Pflege für eine Webseite – was versteht man darunter?

Eine einmal erstellte Webseite muss – damit sie auch für Kunden und Interessenten interessant bleibt – immer wieder aktualisiert werden. Meist schließt man dafür einen Vertrag mit der Agentur, die die Webseite erstellt hat, der dann „Wartung und Pflege“ beinhaltet.

Dies kann z.B. beinhalten:

  1. Aktualisierung von Inhalten wie z.B. neue Öffnungszeiten, neue Telefonnummer, neue Anschrift
  2. Hinzufügen neuer Inhalte: z.B. neue Jobangebote, neue Angebote, neue Mitarbeiter, Unternehmensnews, etc.
  3. Software Updates durchführen
  4. Regelmäßige Datensicherung durchführen, damit keine Daten verloren gehen
  5. Fehlerbeseitigung: Beseitigung von Bugs und Fehlern, die sich einschleichen
  6. Stets aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen einhalten – wie z.B. Datenschutzbestimmungen
  7. Schließung von Sicherheitslücken
  8. Hosting Einstellungen regelmäßig prüfen
  9. Auswertung von Besucher-Analysen

Im Prinzip ist ein Wartungsvertrag frei festlegbar. Manche Firmen fügen z.B. selbst neue Inhalte hinzu und pflegen auch alte Inhalte, überlassen aber alles Technische und Updates für das CMS und dessen Komponenten der Agentur über einen Wartungsvertrag.

Support ist wichtig!

Folgende Leistungen werden bei den von uns angebotenen Wartungsverträgen meistens gebucht:

  • Backup-Erstellung bei Updatevorgang
  • Sicherheitskopie vor und nach Updateinstallation – wöchentlich
  • Wiederherstellung der Webseite anhand eines Backups
    nur im Schadenfall und nach Rücksprache
  • Webhosting Ansprechpartner
    Vertragsverwaltung und technische Assistenz – sofern Domain von uns verwaltet wird
  • Proaktiver Schutz vor Attacken
    Echtzeitschutz vor Attacken und Malware-Infektionen
  • Redundante Überprüfung der Systemintegrität
    Regelmäßige Überprüfung von Systemdateien auf Malware und Schadecode
  • Redundante Überprüfung der Datenbankintegrität
    Regelmäßige Überprüfung der Systemdatenbank und Bereinigung
  • Redundante Update-Check
    Regelmäßige Überprüfung der Webseite auf Erreichbarkeit
  • Inhaltliche Pflege der Webseite und Suchmaschinenoptimierung (nur auf Wunsch)
  • Regelmäßige Überprüfung der Webseiten-Inhalte auf Funktion nach Updatevorgang

Schließung von Sicherheitslücken erforderlich

Hacker haben weltweit Interesse und Freude daran, Webseiten lahmzulegen, bzw. sich Daten anzueignen, die sie durch Einhacken in Systeme gewinnen können. Um das weitgehend zu verhindern, ist es immer wieder erforderlich, neue Sicherheitslücken in Programmen zu schließen, die sich aus dem CMS selbst, aber auch aus Plugins dafür ergeben können.

Bei einem Wartungsvertrag beobachtet die betreffende Agentur auch das Geschehen rund um das eingesetzte CMS und setzt ggf. Maßnahmen um, um erkannte neue Sicherheitslücken zu schließen.

Warum sollte man eine Webseite regelmäßig pflegen und aktualisieren?

Für User ist eine Webseite dann interessant, wenn immer wieder aktuelle, neue Informationen auf der Webseite zu finden sind. Ist das der Fall, rufen User die Webseite von alleine immer wieder auf und geben einem so auch die Chance, Ihnen etwas zu verkaufen.

Das hat auch Google erkannt und lässt regelmäßige Aktualisierungen von Webseiten positiv in das Ranking mit einfließen. Eine Webseite, die regelmäßig aktualisiert wird, erscheint im Google-Ranking weiter oben und wird daher besser gefunden.

Auch technisch sind immer wieder Update erforderlich, auch schon deshalb, weil Google ab und zu seinen Suchalgorithmus ändert.

Wenn Google beispielsweise alle Webseiten vom Tag X an abstraft, die keine Mobil-Darstellung unterstützen, tut man gut daran, seine Webseite so anzupassen, dass man die Google-Bedingungen erfüllt.

Eine Webseiten-Agentur beobachtet auch Google-Updates und die SEO-Auswirkungen genau und kann dann ggf. im Rahmen von Updates die Seitenstruktur so anpassen, dass alle Anforderungen des Suchmaschinenbetreibers erfüllt werden. Damit wird man bei Google dann auch weiterhin gut gelistet.

Wie oft sollte eine Webseite gepflegt werden?

Große Webseiten mit Tausenden Artikeln werden ohnehin jeden Tag gepflegt, aber man sollte jede Webseite mindestens einmal im Monat im Rahmen der Webseiten Pflege pflegen und warten, was je nach Umfang auch schon mehrere Stunden Zeit kostet.

Lediglich für Webseiten, die nur als Landingpage für einen kurzen Zeitraum ins Leben gerufen werden, ist eine regelmäßige Pflege obsolet.

Was kostet die Webseiten Wartung?

Die Kosten der Webseiten-Wartung sind ganz vom Umfang der Webseite und den erforderlichen Arbeiten abhängig. Bei kleineren Webseiten können manchmal günstige Wartungsverträge im Bereich von 50 bis 250 Euro im Monat ausreichend sein. Bei komplexen Projekten entsprechend mehr. Diese Sätze enthalten dann aber weder Kosten für das Schreiben von neuen Artikeln oder das Anfertigen neuer Fotos, sondern die reine Webseiten-Pflege und -Wartung.

Typo3-News (tt_news) für Suchmaschinen optimieren

Wer die beliebte typo3-Extension tt_news nutzen möchte, um regelmäßig aktuelle Nachrichten zu veröffentlichen – sei es für den „Hausgebrauch“, sei es für eine Anmeldung bei Google-News – trifft auf ein ärgerliches Problem. Die News-Seiten, die tt_news „out-of-the box“ generiert, sind alles andere als suchmaschinenfreundlich. Will man für jede Einzelnews einen individuellen Title, eine suchmaschinenfreundliche URL, individuelle Meta-Tags (Description) und ein suchmaschinenoptimiertes Bild einrichten, sind spezielle Anpassungen am typoscript-Code bzw. redaktionelle Eingriffe vonnöten.

Alles in allem ist die mächtige, mit zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten ausgestattete tt_news Extension ist so etwas wie ein „eigenes kleines CMS“ innerhalb von typo3, das spezifische Kenntnisse verlangt. Unser kleiner User-Guide soll Ihnen dabei helfen, Ihre News mit tt_news suchmaschinenoptimiert zu veröffentlichen.

URL

Per default erhält jede mit tt_news generierte Einzelnews eine user- und suchmaschinenunfreundliche URL wie /tx_ttnews[tt_news]=37&tx_ttnews[backPid]=8&cHash=e434dc45cc zu .

Voraussetzung um dies zu ändern, ist die Installation der Extension „realurl“.

Wenn man mit Hilfe von realurl den Einzelnews Adressen wie /news/veranstaltungen-auf-mallorca/ zuordnen will, muss man wie folgt vorgehen.

In den Setup-Bereich von typoscript gehören folgende Zeilen:

config.simulateStaticDocuments = 0
config.tx_realurl_enable = 1
config.baseURL =

Dann muss die Anpassung der Datei realurl_conf.php erfolgen. Die erfordert allerdings einige technische Kenntnisse. Nichtprogrammierer müssen sich an dieser Stelle gründlich in die Dokumentation der Extension einlesen. Und auch dies gelingt nur mit ein wenig technischem Vorverständnis. Zu Illustrationszwecken sei hier ein Ausschnitt aus einer realurl_conf.php angeführt, mit der die obige URL-Struktur generiert wird:

’64’ => array(
// der folgende Teil ist Standard und aus der tt_news-Dokumentation entnommen
array(
‘GETvar’ => ‘tx_ttnews[tt_news]’,
‘lookUpTable’ => array(
‘table’ => ‘tt_news’,
‘id_field’ => ‘uid’,
‘alias_field’ => ‘title’,
‘addWhereClause’ => ‘ AND NOT deleted’,
‘useUniqueCache’ => 1,
‘useUniqueCache_conf’ => array(
‘strtolower’ => 1,
‘spaceCharacter’ => ‘-‘,),),),),),
‘postVarSets’ => array(),
(…)
(die Zahl 64 ist nur eine Beispielzahl. Sie muss durch die id der jeweiligen Unterseite mit der News-Singleansicht ersetzt werden)

Grundsätzlich ermöglichst die mächtige Extension realurl eine Vielzahl individueller Anpassungen von URLs, die mit typo3 bzw. tt_news generiert werden. Für die Anmeldung einer News bei Google News z. B. ist es nötig, jeder News-URL mit Hilfe von realurl eine dreistellige eindeutige Zahl zuzuordnen.

Title und Meta Description

Per default weist tt_news allen Einzelnews den Title der jeweiligen News-Index-Seite zu. Alle Einzelnews haben also den gleichen Title, z. B. „News-Detail“. Eine individuelle Meta Description für die Einzelnews kann im Typo3-Backend ebenfalls nicht eingegeben werden.

Folgender typoscript-Code leistet für beide Probleme Abhilfe. Voraussetzung ist die vorherige Installation der Extension „Meta tags, extended”.

[globalVar = TSFE:id=64]
page.headerData.999 {
local >
local {
description.data = register:newsSubheader
keywords.data = register:newsKeywords
}
} config.noPageTitle = 0
plugin.tt_news.substitutePagetitle = 1
[end]

(TSFE:id muss auch hier wieder individuell angepasst werden)

Die individuelle Meta Discription wird im Backend im Feld „Untertitel“ eingegeben. Unter „Stichworte (kommagetrennt)“ unterhalb des Reiters „Spezial“ kann man zudem für jede Einzelnews Meta Keywords eingeben. Meta Keywords spielen allerdings für die Suchmaschinenoptimierung inzwischen keine Rolle mehr.

News-Bilder

Die Bilder in der Einzelansicht lassen sich relativ gut mit Bordmitteln für Google Bildersuche optimieren. Sowohl das alt- als auch das title-Tag des Bildes kann man im Backend bequem eingeben (Reiter „Medien“). Etwas problematisch ist allerdings, dass die Dateinamen der hochgeladenen Originalbilder per default nicht übernommen werden. Aus mallorca.jpg wird 5t4u65hg5.jpg. Um daraus den Dateinamen mallorca.jpg zu machen, muss man die typo3-Extension „Image RealURL“ installieren. Die Extension funktioniert nach der Installation ohne weitere Konfiguration, gleichwohl sind zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten gegeben. Z. B. kann man den Bildnamen aus dem alt- oder dem title-Tag des Bildes generieren lassen.

Zuletzt noch ein etwas speziellerer Tipp: Wer seine mit tt_news verwalteten News bei Google-News angemeldet hat bzw. sie dort anmelden möchte, sollte in der News-Einzelansicht den Klickbild-Mechanismus ausschalten. Dies geht über die Code-Zeile „plugin.tt_news.displaySingle.image.imageLinkWrap.enable = 0“. Google News weigert sich nämlich, Bilder, bei denen ein Link auf das Klickbild-Popup vorhanden ist, in die SERPs seiner News-Suche einzufügen. News-Artikel, die in den Google News-SERPs mit Bild erscheinen, haben eine spürbar höhere Klickrate. Und diese Klickrate beeinflusst tendenziell das Ranking aller aktuellen News des betreffenden Newsanbieters positiv.

Gastbeitrag von:

argutus gmbh
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